"Was man gern tut, davon spricht man gern."
Deutsches Sprichwort

Ich denke, dass jeder Sammler, der mit Leidenschaft dabei ist, auch ein Bedürfnis hat, seine Passion mit anderen teilen zu können.


Ich möchte Euch hier dazu die Gelegenheit geben!

 

Ihr habt Lust eure Sammlungen vorzustellen?

Dann meldet Euch einfach direkt telefonisch oder über das Kontaktfenster bei mir und wir besprechen alles weitere!


Ein Porträt von Smoky im "New Orleans Magazine - The story of the Digedags", gezeichnet von Jan Suski
Ein Porträt von Smoky im "New Orleans Magazine - The story of the Digedags", gezeichnet von Jan Suski

Wieder habe ich hier die Gelegenheit, Euch eine außergewöhnliche Sammlung von meinem Sammlerfreund Carsten alias Smoky vorzustellen. Viele kennen Ihn als Mitbegründer des Dresdner Mosaik Fanclubs sowie des Fanzines Mosa-X. Weiterhin schrieb er zahlreiche Artikel für das mosa-icke und war Autor des New Orleans Magazine - The story of the Digedags (daher stammt das oben zu sehende Foto).  

 

Vielen Dank an Smoky für die vielen Fotos sowie das Gegenlesen des Textes!

Eine fast komplette Sammlung der finnischen Exporthefte

Finnische Hefte der Digedags wurden erstmals 1962 herausgegeben und waren somit die ersten Exportausgaben des Mosaik im nichtsozialistischen Ausland.

Als finnische Hefte erschienen die folgenden Heftnummern: 65, 68, 69 und 72 (auf Normalpapier), 74 bis 132 (auf Exportpapier, jeweils mit finnischer Heftnummerierung ab 1 bis 12 der jeweiligen Auflagenjahre). Neben den Heften erschienen auch ein Stundenplan, ein Werbeplakat sowie fünf Beilagen.

Die Druckauflage schwankte wohl zwischen 1.100 und 2.000 Exemplaren. Entsprechend kann man sich vorstellen, wie wenige heutzutage noch im Umlauf sind und wie schwer (und kostenintensiv) es ist, diese zu bekommen.

(Quelle: Mosaikkatalog 2012, Teil 1, S. 79 - 92)

 

Carsten alias Smoky ist glücklicher Besitzer einer fast kompletten finnischen Sammlung. Lediglich die Nr. 8/67 (die deutsche 128) fehlt Ihm noch in seiner Sammlung. Ich drücke Ihm fest die Daumen, dass er die auch noch bekommt!

Solltet Ihr jemanden kennen, der jemanden kennt... lasst es mich bitte wissen!

 

Nachfolgend hat uns Carsten einige Bilder einiger seltenen Heftausgaben seiner Sammlung zur Verfügung gestellt:

 

Zur Sammlung der finnischen Hefte gehören auch die ultraseltenen Beilagen, die vielleicht sogar noch seltener sind als die berühmte deutsche Beilage 86.

 

Zuletzt umfasst die Sammlung von Carsten auch noch einen originalen äußeren Heftbogen des finnischen Mosaiikki 117.

Eine Sammlung außergewöhnlicher Fehldrucke

Ich wusste schon seit Längerem, dass Carsten ein enthusiastischer Sammler von Fehldrucken der Digedags ist. Als ich die Fotos seiner "Exoten" erhielt, fiel mir jedoch fast die Kinnlade runter. 

Das Auftreten von Fehldrucken war bedingt durch das mehrstufige Druckverfahren, die unzureichende Qualitätskontrolle sowie das Zusammenstellen von Ausschussbögen zu kompletten Heften (die letzteren beiden Gründe sicherlich dem Fakt geschuldet, dass regelmäßig die Nachfrage die Anzahl der gedruckten Hefte übertraf). Das Druckverfahren war zweistufig, wobei zunächst schwarz und rot/magenta und einige Tage später gelb und blau verwandt wurden. Beim Einlaufen und Einstellen der Maschine wurden sogenannte Makulatur-Bögen bedruckt, wobei es zu Passerfehlern, Knicken im Papier oder zum Leerlaufen der Maschinen kam (Quelle: Mosaikkatalog 2012, Teil 1, S. 138/139).

 

Wenn Hefte bspw. zur Kontrolle noch nicht fertig aus dem Papierstapel genommen und nicht bzw. verkehrt wieder eingesetzt wurden, konnte es zu 2-Farbdrucken, Heften mit falscher Seitenreihenfolge oder Hefte mit doppelten Seiten entstehen. Im Folgenden spektakuläre Beispiel aus der Sammlung von Carsten für 2-Farbdrucke (schwarz/rot-Druck, blau/gelb-Druck, blau/gelb-Druck kopfstehend bei ansonsten normal-bedrucktem Heft, rot/blau-Druck):

 

Ein weiterer ungewöhnlicher Fehldruck entstand durch das Leerlaufen der Maschine (Drucken ohne Papierbogen). Dabei ist die Zeichnung bzw. der Text in abgeschwächter Form auf der Rückseite des Bogens zu sehen. Wenn beim Druck kein Papier mehr da war, wurde die "Unterlage" bedruckt und die Druckerfarbe blieb

an den nächsten durchgelaufenen Druckbögen hängen (Quelle: Beitrag von Smoky im Digedon Nr. 12 vom Nov. 2016) - beim Heft von Carsten sogar auf dem Umschlag der Nr. 82:

 

Ein Fehldruck, der sicherlich beim Entdecken durch den Erstleser des Heftes zu einer großen Enttäuschung geführt haben dürfte, waren Hefte mit vier oder acht unbedruckten Seiten (heißt im Umkehrschluss, dass keiner der beiden Druckdurchläufe für diese Seiten durchgeführt wurde).

Es tauchen auch selten Hefte mit teilweise bedruckten Seiten auf. Hier waren der Grund voraussichtlich unvollständige Bögen oder Papierstücken, die durch die Druckmaschine gezogen wurden und zu leeren Stellen führten (Quelle: Beitrag von Smoky im Digedon Nr. 12 vom Nov. 2016).

Nachfolgend seht Ihr ein extremes Beispiel aus der Sammlung von Carsten mit einer unbedruckten Vorderseite:

 

Durch für das Ausland bestimmte Drucke kam es zu einer anderen Art von Fehldrucken: Den sogenannten neutralen Heften. Bei den holländischen Exportausgaben ab Nr. 152 und später bei den serbokroatisch/albanischen sowie ungarischen Heften wurden zunächst nur die kompletten Grafiken ohne Text gedruckt. Gleiches gilt für Hefte der schwarzen Serie, wo dieses Druckverfahren ebenfalls Anwendung fand. Erst in einem weiteren Druckdurchlauf wurden die Texte eingedruckt. (Quelle: Beitrag von Smoky im Digedon Nr. 12 vom Nov. 2016)

Inzwischen ist auch der neutrale Druck bei den finnischen Heften nachgewiesen!

(Quelle: Nachtrag zum ursprünglichen Artikel von Smoky im Digedon Nr. 15 vom Jan. 2019)

 

Carsten hat uns dazu drei Beispielbilder zur Verfügung gestellt: Einen Schwarzdruck sowie ein ungarisches Heft ohne Text sowie ein holländisches Heft mit vier Seiten ohne Grafiken.

Kommentare: 0

Vielen Dank an meinen Sammlerfreund André für die schönen Fotos. Alle Hefte stammen ursprünglich aus dem Privatarchiv von Johannes Hegenbarth und befinden sich in herausragendem Zustand.

Hier zunächst die wunderschöne Nr. 4, zu der man nur gratulieren kann. Es dürfte nur sehr wenige ähnlich erhaltene Exemplare geben.

Weiterhin besitzt Sammlerfreund André einige der frühesten Hefte der ungarischen Ausgaben. Besonders fällt der nahezu tadellose Zustand auf, der im Allgemeinen bei den Ungarn nicht selbstverständlich ist. Die allerersten erschienen in größeren zeitlichen Abständen als Probehefte und sind heute absolute Raritäten. Hier Fotos der Probe-Nummer 2/71:

 

Die ungarischen MOZAIK wurden - laut Mosaik-Katalog 2021 Teil 1 (Grünberg/Hebestreit/Janetzky) - seit November 1972 monatlich herausgegeben. Ab Nr. 2/72 enthielten sie im Logo en Namen Hannes Hegen. 

Hier Fotos der Nr. 3/72, 1973/1, 1973/5, 1974/3. und 1975/6.:

Zu guter Letzt hat Sammlerfreund André auch noch eine sehr hübsche holländische Archiv-Ausgabe erwerben können. Das schneeweiße Papier der Nr. B der zweiten Serie beeindruckt:

Kommentare: 1
  • #1

    wipa (Montag, 03 Januar 2022 18:16)

    Lieber Andre,

    nochmals herzlichen Dank dafür, dass ich die Fotos dieser wunderschönen Hefte hier präsentieren darf- eine große Freude für jeden Sammler! Herzlichen Glückwunsch zum Besitz dieser Schätze!

    Solltet Ihr ebenfalls interessante bzw. zeigenswerte Mosaikschätze haben, könnt Ihr mich gerne direkt kontaktieren. Ansonsten könnt Ihr hier gerne auch Hinweise, Kommentare oder Fragen zu Andre's Schätzen hinterlassen.

    Viele Sammlergrüße
    Willi


Vielen Dank an Hr. Thore für das Bereitstellen der Bilder seiner Raritäten.

Hier seine exzellente Nummer 1:

Außerdem das Buch "Auf der Spur der Digedags" mit einem Autogramm von Hannes Hegen:


Im Folgenden noch ein Bild der extrem seltenen Beilage Nr. 86, von der es insgesamt nur eine handvoll gibt- zumal in diesem super Zustand:


Sammler Thomas hat mir Scans einiger seiner Schmuckstücke zur Verfügung gestellt, die ich hier veröffentlichen darf. Vielen herzlichen Dank dafür Thomas!

Kleines Update von Thomas aus 2018 mit einigen Bildern der schönen Exemplare- u.a. ein Buch mit einer Widmung vom Meister.

Danke für die schönen News! :-)


Ein sehr guter Sammlerfreund hat mir die folgenden Scans der Farbvarianten der

Nr. 152 zur Verfügung gestellt. Die Hefte werden von dem ersten bis zum letzten Heft immer dunkler. Bereits das erste Heft ist interessant, da es von oben nach unten immer heller wird. Das fünfte Heft weist einen Passerfehler/eine Farbverschiebung auf. Insgesamt ein sehr interessantes Lot!


Eine sensationell erhaltene Sammlung der Digedags kann Sammlerfreund Denis sein Eigen nennen. Die Bilder sprechen Bände... Da kann man schon etwas neidisch werden. Besser bekommt man die guten Stücke wohl kaum noch...

Vielen Dank für das Zurverfügungstellen der Bilder!

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Kommentare: 2
  • #1

    Willi (Sonntag, 31 März 2019 13:03)

    Ich will nochmal danke sagen für die tollen Bilder Eurer schönen Sammlungen. Vielen herzlichen Dank für das Zurverfügungstellen!

    Gerne stelle ich hier weitere schöne Sammlungen vor. Also wer Interesse hat, einfach mich kontaktieren per Mail oder telefonisch (0157/78903118).

    Ansonsten könnt Ihr hier auch gerne Kommentare hinterlassen zu den Sammlungen oben oder Euch austauschen zum Sammeln generell (Aufbewahrung, Zustände, Ebaykäufe und und und...).

    Viele herzliche Sammlergrüße
    Willi

  • #2

    André König (Sonntag, 26 April 2020 11:49)

    Ja, das sind unglaubliche Hefte!!! Zustandsgranaten vom Feinsten! Die sehen aus wie frisch gedruckt. Nur sollte man den Neid des Besitzes unterdrücken, es gibt eben zu wenig Hefte in dieser Spitzenqualität, das ist nun mal nach so langen Jahrzehnten so.
    Und mittlerweile sind solche Hefte (fast) unbezahlbar geworden. Was die Preise betrifft sollte man die Kirche im Dorf lassen. Wer eine Eins oder Zwei im Zustand 1-2 hat, kann damit durchaus zufrieden sein. Auch daran kann man sich erfreuen.